Aktueller Newsletter von www.Arbeit-EU.info  12-2008

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Mindestlöhne in der Europäischen Union - Aktuelle Situation 2008 und Zukunft 2009

20 Staaten mit stark unterschiedlichen Mindestlöhnen zwischen 0,65 und 9,30 Euro - Wirtschaftskrise in den EU-Staaten hatte bereits 2008 Auswirkung auf die Mindesttarife - Auch 2009 nur geringe Erhöhungen zu erwarten …

Der Blick auf die aktuellen Mindestlöhne in den 20 Staaten der Europäischen Union, in denen allgemeine branchenübergreifende gesetzliche Mindestlöhne gelten, zeigt ein weites Feld von unterschiedlichen Regelungen, die eine Vergleichbarkeit erschweren.
Während Bulgarien mit 0,65 Euro pro Stunde an letzter Stelle liegt, ist Luxemburg, das im März 2008 den Mindeststundenlohn auf 9,30 Euro erhöht hat, in der Liste der EU-Mindestlöhne Spitzenreiter.

Nur in vier der 20 Mindestlohn-Staaten liegt die aktuelle gesetzliche Lohnuntergrenze über der von den Gewerkschaften in Deutschland geforderten Messlatte von 7,50 Euro und alle diese Staaten gewähren den „Minimum wage“ erst ab einem gewissen Mindestalter, um eine zu hohe Jugendarbeitslosigkeit zu vermeiden. Doch die Situation, gerade auch für die EU-Staaten mit hohem „Staatsmindestlohn“, ist nicht rosig.
So hat Irland die Erhöhung des zuletzt im Juli 2007 angepassten Mindestlohns von 8,65 Euro pro Stunde für 2008 aufgrund der durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelösten Arbeitsmarktprobleme ausgesetzt.
Und auch die drei BeNeLux-Staaten mit sehr hohem Mindestlohn werden in den Jahren 2009 und 2010 auf größere effektiv nominale Mindestlohnerhöhungen verzichten müssen, da die Anpassungen sich nach dem nationalen Index richtet.
England das vielfach als „Mindestlohn-Musterland“ gepriesen wurde, hat aufgrund des massiv gesunkenen Kurses des Englischen Pfunds und er Erhöhung zum 01.10.2008 nur noch einen Mindestlohn von umgerechnet 7,12 €, der aber wegen der massiven Konjunkturkrise ebenfalls bereits Probleme schafft.

Zum Jahresbeginn 2009 stehen in vielen Staaten wieder Mindestlohnanpassungen an, die aber – soweit derzeit bereits absehbar – deutlich geringer ausfallen, als die Jahre zuvor. Dann wird aber auch die Slowakei, die ebenfalls eine Erhöhung des gesetzlichen Mindesttarifs für 2008 zur Einhaltung der Mastricht-Kriterien wegen der Euro-Einführung 2009 ausgesetzt hatte, den seit 01.10.2007 bei umgerechnet 1,46 Euro liegenden Mindestlohn auf Druck der Gewerkschaft wieder erhöhen.

Eine stets aktuelle Übersicht über die einzelnen gesetzlichen Mindesttarife in den EU-Staaten, die auch von ausländischen Unternehmen im Rahmen der grenzüberschreitenden Personaltransfers im Entsendestaat zwingend einzuhalten sind, finden Sie mit Erläuterungen hier oder über www.EU-Mindestloehne.info.

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Wir wünschen Ihnen ein schönes und ruhiges Weihnachtsfest sowie ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2009 und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von Arbeit-EU.info

18. Dezember 2008

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